Schiffs-Flohmarkt am Sa/So 09.+10. November 2019 von 10.00 bis 18.00 Uhr

Novemberblues muss nicht sein – deshalb findet am 09./10. November 2019 unser bunter Schiffs-Flohmarkt auf der Queen Wilma statt!

Es wäre schön, wenn Sie uns dort besuchen, vielleicht einen Flammkuchen oder Glühwein genießen und in den vielen angebotenen Dingen stöbern... es gibt Tiffany-Lampen, Haushaltswaren, Geschirr und schöne Dinge, aber auch unsere indischen Schals und Tücher, kleine Taschen und schöne Kissenhüllen... die mit ihren farbenfrohen Mustern den grauen Herbst vergessen lassen.

Lieben Dank, wenn Sie uns unterstützen und auch Ihren Freunden von diesem Schiffs-Flohmarkt erzählen - wie immer unterstützen wir von dem Erlös auf direktem Weg indische Projekte und Menschen in Not!  - Ihr Förderverein Indienhilfe Saar e.V.

Grüne Projekte:

2019/2020 unterstützen wir ein Papaya-Projekt, welches nicht nur die Armut bekämpft, sondern auch unserer Mutter Erde hilft. Unsere Partner pflanzen in Indien 20.000 Papaya-Sämlinge und verteilen sie an 10.000 Familien.

Die pflanzfertigen Bäumchen werden kostenlos an die Familien verteilt. Es wird sicher gestellt, dass alle  Setzlinge zeitnah gepflanzt werden und die Begünstigten sich um sie kümmern. Bereits nach sechs Monaten beginnt die Pflanze, Früchte zu tragen. Somit haben die ärmeren Familien ein weiteres, sehr gesundes Nahrungsmittel, das in ihren Gärten wächst. Und jeder gepflanzte Baum hilft auch unserer Mutter Erde. (siehe auch "So helfen wir"-Bäume für Indien - hier, auf unserer website)

"Go to the green life" ist eine im ländlichen Raum angesiedelte Kampagne, die die Menschen schult und unterrichtet, ihnen Alternativen aufzeigt und zu biologischem Landbau anhält. Die Schulungen werden lebhaft besucht.

Wenn Sie uns Geld für diese Aktion spenden möchtet, helfen Sie nicht nur armen Menschen, sondern tun auch gleichzeitig etwas Gutes für unsere Erde und unser Klima.

 

2019: Zwei notleidenden Witwen und einem behinderten Jungen haben wir durch Spendengelder ein Stück Menschenwürde zurück gebracht 
                                                                - Wohnraum saniert, Toiletten und Küche gebaut, Solarlicht installiert -
      vorher - nachher    
    vorher - nachher       

 

Auf ganz verschiedene Weise unterstützen wir mit viel Herzblut benachteiligte Menschen und "Special Children" - finanzieren medizinische und therapeutische Hilfen...

   

 

Zeitungsberichte:

Saarbrücker Zeitung vom 02. August 2019: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/merzig-wadern/merzig/schueler-des-gymnasiums-am-stefansberg-haben-jetzt-ein-patenkind-in-indien_aid-44705287

Es kommt auf jeden Euro an : Merziger Schüler helfen Jungen in Indien

Merzig Achtklässler des Gymnasiums am Stefansberg haben Spenden für ihr Patenkind, den 14-jährigen Gattlin, gesammelt.

28 Schüler einer achten Klasse des Merziger Gymnasiums am Stefansberg (GaS) sind stolz, denn sie haben jetzt ein Patenkind in Indien, das sie unterstützen. Auf die Idee, sich in Indien zu engagieren, sind die Schüler während des Religionsunterrichts gekommen. Sie haben sich mit dem Thema Hinduismus beschäftigt und dabei auch vieles über die Lebensverhältnisse in Indien erfahren. „Wir wussten zwar, dass viele arme Menschen in Indien leben, aber dass es so extrem ist und viele noch nicht mal 50 Euro im Monat zur Verfügung haben, hat uns wirklich schockiert. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, dort zu helfen“, erzählt Aaron Engel von den ersten Überlegungen.

Gemeinsam mit ihrem Religionslehrer Markus Braun haben die Schüler recherchiert und sind dabei auf den Förderverein „Indienhilfe Saar“ gestoßen, mit dem sie seitdem zusammenarbeiten. „Wir unterstützen in Indien bereits eine stolze Zahl von Schülern und versuchen ständig, neue Patenschaften zu finden“, berichtet Susanne Limbach, die Vorsitzenden des Fördervereins, von ihrer täglichen Arbeit: „Unsere Partner in Indien besuchen die Familien vor Ort, um sich ein Bild zu machen, und entscheiden dann, wem wir helfen.“

Als Patenkind für die Achtklässler des Gymnasiums am Stefansberg fiel die Wahl auf J. Gattlin Jude. „Der Junge ist 14 Jahre alt, also etwa im gleichen Alter wie die Schüler. Sein Vater arbeitet in einer Metallfabrik und verdient dort sechs Euro am Tag, seine Mutter ist arbeitslos, engagiert sich aber sozial für andere. Gattlin hat noch einen vierjährigen Bruder, die Familien lebt in einem gemieteten Haus“, beschreibt Susanne Limbach die Lebensumstände der Familien in Indien.

Um Gattlin zu unterstützen, haben die Merziger Schüler Spenden gesammelt. Sie sind von Haus zu Haus gegangen und haben den Menschen von ihrem Patenkind erzählt. Die Erfahrungen, die die Mädchen und Jungen dabei gemacht haben, waren durchweg positiv. „Eigentlich hat es wirklich Spaß gemacht. Die meisten Menschen waren sehr freundlich, haben uns zugehört und auch nachgefragt“, erinnert sich Sophia Hoffmann gerne an die Sammelaktion zurück. Und auch Mitschülerin Linda Ade war von der Hilfsbereitschaft der Merziger begeistert: „Wir haben eine Frau getroffen, die selbst schon drei Patenkinder in Indien hat, und trotzdem hat sie uns noch Geld für unser Patenkind gegeben.“

Am Ende ist es den Schülern gelungen, rund 700 Euro für ihr Patenkind zu sammeln. Dank dieser finanziellen Hilfe kann Gattlin trotz der schwierigen Lage seiner Familie eine Mittelschule in Indien besuchen und englisch lernen.. Er geht dort, wie seine Unterstützer aus Merzig, in die achte Klasse. Von dem Geld aus dem Saarland bekommt er jeden Monat 20 Euro für Schulbedarf und Essen.

Um die Spende entgegenzunehmen, besuchte ein indischer Priester das Gymnasium am Stefansberg. Pater Jean Jose kommt aus Marthandam in Südindien, wo auch das Patenkind der Klasse lebt, und steht im täglichen Kontakt mit der Diözese dort,          in der er selbst als Priester tätig war. Pater Jean Jose ist derzeit zur Weiterbildung in Deutschland, macht hier einen Sprachkurs, bevor er als Priester eingesetzt wird, und begleitend ein Promotionsstudium in der Diözese Rottenburg-Stuttgart absolvieren möchte.
 

Auch wenn es ihm in Deutschland wirklich gut gefällt, will er nach seinem Abschluss unbedingt zurück in seine Diözese in Indien: „Die Strukturen dort sind für indische Verhältnisse perfekt und es gibt viel zu tun. Wir kümmern uns nicht nur um Christen, sondern auch um Hindus, Moslems oder Andersgläubige. Unsere Ziele sind es, Bildung, Erziehung und soziale Entwicklung zu verbessern, die Rolle der Frauen zu stärken.“

Die Achtklässler des Gymnasiums am Stefansberg werden den Weg ihres Patenkindes mitverfolgen. Sie haben mit Gattlin nämlich eine Brieffreundschaft geschlossen und sind im regen Austausch mit ihm.
 

Kontakt zur Indienhilfe Saar per E-Mail an indienhilfesaar.@gmail.com, weitere Informationen gibt es im Internet:

www.indienhilfe-saar.de

 

 

Saarbrücker Zeitung vom 11. Juli 2019 https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/neunkirchen/der-foerderverein-indienhilfe-saar-arbeitet-ueberregional-fuer-verbesserung-der-lebensbedingungen-in-suedindien_aid-44052317     

Abenteuer Menschlichkeit : Der Traum von mehr Menschlichkeit

Kreis Neunkirchen Viele Menschen in Indien leben in großer Not. Der Förderverein Indienhilfe Saar leistet Hilfe im Süden des Subkontinents. Der indische Geistliche Jean Jose ist zurzeit in Deutschland und informiert auch im Saarland über die Situation in seiner Heimat, in der 1,3 Milliarden Menschen leben.

Der junge Inder Jean Jose hatte einen Traum: Theologie in Rom studieren, nach der Priesterweihe in seiner südindischen Heimat nicht nur das Wort des Herrn verkünden, sondern die Botschaft von Nächstenliebe und Menschlichkeit leben, um die Not in einem der Armenhäuser der Welt zu lindern. Jean Jose aus dem indischen Marthandam hat die Träume seiner Jugendzeit längst verwirklicht, hat als Geistlicher gewirkt und in der Diözese Marthandam über den dortigen Sozialdienst und Gesundheitsdienst (siehe Info) ein Netzwerk der Hilfen mit aufgebaut. Daneben hat er Betriebswirtschaft (mit Abschluss) studiert, um auch die finanzielle Seite seiner Projekte kundig handhaben zu können. Und er hat sich zu einem Meister darin entwickelt, für die soziale Arbeit in Indien Gelder einzuwerben.

Seine Basis im Saarland ist seit zwei Jahren der Förderverein Indienhilfe Saar mit der Vorsitzenden Susanne Limbach, die aus dem Kreis Neunkirchen stammt und mittlerweile in Saarwellingen zu Hause ist. Jean Jose und Susanne Limbach haben sich vor einigen Jahren im Bischofshaus in Marthandam kennengelernt, als die Saarländerin dort Spenden für Patenschaften übergab. Bischof Vincent hatte sie über die über die Kinder- und Familienhilfe Indien der Rehlingerin Ursula Graff schon 2011 kennengelernt. Durch ihre Reisen nach Indien war bei Susanne Limbach der Wunsch wach geworden, selbst für Hilfe zu sorgen. So entstand der Förderverein Indienhilfe Saar, in dem sich Leute aus dem gesamten Saarland, dem Trierer Raum und der Pfalz engagieren (die SZ berichtete). Der Verein ist nicht konfessionell ausgerichtet, auch wenn die Projektpartner zu der Minderheit der 2,5 Prozent Christen in Indien zählen. Wobei in Indiens Süden der Anteil der Christen deutlich höher liegt. Kürzlich trafen sich die Mitglieder zur zweiten Jahresversammlung. „Die Spendengelder fließen ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten direkt an die Partner in Indien“, so Susanne Limbach, die immer wieder vor Ort ist, um sich von der Wirksamkeit der Unterstützung aus dem Saarland zu überzeugen.

Priester/Father Jean Jose ist seit März für einige Jahre in Deutschland. Nach einem Intensiv-Sprachkurs wird er als Priester in der Diözese Rottenburg-Stuttgart eingesetzt. Sein Wunsch ist, parallel zu seinem Einsatz als Geistlicher nach einem vertiefenden Studium zu promovieren und dann nach Indien zurückzukehren. In der Zwischenzeit pflegt er die Kontakte zu den Hilfsorganisationen in der Heimat und ist ständig unterwegs, um über die Situation im 1,3- Milliarden-Einwohner-Land zu berichten. Auch im Saarland: So waren Father Jean Jose und Susanne Limbach am Merziger Gymnasium am Stefansberg. Dort hat Religionslehrer Markus Braun mit den Schülern der 8. Klasse die Weltreligionen besprochen, unter anderem auch die Religionsvielfalt in Indien. Daraus ist ein Projekt entstanden: Die Schüler haben an den Haustüren Geld gesammelt (690 Euro) und entschieden, von diesem Geld die Ausbildungspatenschaft eines gleichaltrigen Jungen in Indien zu übernehmen. Damit auch dieser Junge die Schule bis zu Ende besuchen kann - und sie wünschen sich eine Brieffreundschaft mit ihm. Der Förderverein organisiert das zusammen mit den indischen Partnern in der Diözese Marthandam.

Auch in der Maria-Montessori-Grundschule in Saarbrücken-Rußhütte standen fremde, ferne Länder und deren Kultur als Themenprojekt auf dem Stundenplan. Dort hatte Lehrerin Annabelle Jochem schon im Vorfeld Kontakt mit der Indenhilfe aufgenommen, um sich detailliert über die Lebensverhältnisse und ganz besonders über die Kindheit und den Alltag indischer Schüler zu informieren. Die Grundschüler der Montessori-Schule erarbeiteten hierzu eine Präsentationen und zeigten sie an einem Projekttag. Ebenso hatten sie einen Bücher- und Flohmarkt organisiert und verkauften von der Indienhilfe zur Verfügung gestellte Tücher und Schals aus Indien. Sie erzielten eine stattliche Unterstützung von 810 Euro. Pater Jean Jose konnte den Schülern versprechen, dass von diesem Geld an einer Schule in Südindien die Schultoiletten saniert, ein Behälter für Plastikmüll aufgestellt, und einer armen Familie eine Nähmaschine zur Förderung ihres Lebensunterhalts gekauft werden.

 

Für diese unmittelbare Hilfen will sich der Förderverein Indienhilfe weiter stark machen nach dem Motto „Jeder Euro zählt“. Susanne Limbach: „Wer erlebt hat, wie man schon mit einfachen Mitteln wie einer Plane für ein dichtes Dach, ein paar Nutztieren, einem Mikrokredit, etwas intaktem Handwerkszeug, einem Rollstuhl oder einem Pflegebett die Lebensqualität von Menschen nachhaltig verbessern kann, gibt gerne eine kleine Summe, um zu helfen“. Beispielsweise Patenschaften (20 Euro), die einen geregelten Schulbesuch ermöglichen, oder Spenden für die Ausstattung von Schulen  könnten viel bewirken.

 Spendenkonto: Vereinigte Volksbank eG, Förderverein Indienhilfe Saar e.V.; IBAN: DE07 5909 2000 1540 3000 00; BIC: GENODE51SB2; Stichwort: Individueller Verwendungszweck/allgemeine Spende.

 

 

Die Rheinpfalz vom 07. Mai 2018  https://www.rheinpfalz.de/lokal/kusel/artikel/soziale-projekte-statt-geschenke/

Soziale Projekte statt Geschenke

MEDARD: Firma IGM spendet insgesamt 25 000 Euro und lässt sich segnen

Eine Gesamtspende in Höhe von 25.000 Euro haben Michael Groß und Gunter Mohr, Geschäftsführer des Medarder Unternehmens IGM, an verschiedene Organisationen und Einrichtungen überreicht.

In vorangegangenen Jahren habe IGM seine Geschäftspartner in der Vorweihnachtszeit mit Weingeschenken bedacht. Von dieser Praxis habe sich das Unternehmen verabschiedet, um stattdessen soziale und kulturelle Einrichtungen finanziell zu unterstützen. Da IGM dem Standort die Treue halten werde, würden überwiegend Einrichtungen aus der Region bedacht, sagte Groß während einer kleinen Feierstunde.

Einzige Institution, die nicht in der Region liegt, ist die Indienhilfe Saar mit Sitz in Saarwellingen. IGM habe die Indienhilfe berücksichtigt, da man als erfolgreiches Unternehmen auch über den Tellerrand blicke. Laut Pater Jean Jose fördert die Indienhilfe Saar verschiedene soziale Projekte in seiner Heimat. Der Pater hielt eine kurze Andacht und segnete das Firmengebäude und die IGM-Mitarbeiter. Jeweils 5000 Euro erhielten die Ortsgemeinde Medard, der SV Medard, die Strahlemann Stiftung und die Indienhilfe, je 2500 Euro der Kirchenkreis Obere Nahe und die Fritz-Wunderlich-Gesellschaft Kusel. |say

 
 

SZ vom 04. Mai 2018 https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarlouis/priester-jean-jose-besucht-indienhilfe-saarlouis_aid-22400823        

Indienhilfe Saar: Jean Jose erzählt mit leuchtenden Augen

Saarlouis/Marthandam (Indien) Junger Pater aus Marthandam ist für einen Monat zu Gast im Saarland und stellt Projekte der Indienhilfe vor.

Drei Tage und Nächte fast ohne Schlaf steckt auch ein junger tatendurstiger Mensch nicht gut weg: Als der indische Priester Jean Jose, 34, am Maifeiertag am Frankfurter Flughafen landete, war er erst einmal nur noch müde. Nachdem ihn Susanne Limbach vom Förderverein Indienhilfe in seine Unterkunft nach Saarwellingen gebracht hatte, schlief er 15 Stunden am Stück. Aber dann waren die Strapazen und Verzögerungen wegen Pass und Visum vor dem Abflug in Indien vergessen. Jetzt ist Jean Jose bereit, in den kommenden vier Wochen bei den verschiedensten Gelegenheiten über sein Land und die Projekte zu erzählen, die auch dank des Fördervereins Indienhilfe Menschen aller Konfessionen unterstützen.

Vor gut einem Jahr schlossen sich rund zwei Dutzend Leute aus dem gesamten Saarland zum Förderverein Indienhilfe Saar zusammen. Die Initiatorin, Ideenlieferantin und erste Vorsitzende des Vereins, Susanne Limbach aus Saarwellingen, zog jetzt in der ersten Mitgliederversammlung Bilanz. Mit dabei Jean Jose aus der Diözese Marthandam, ganz im Süden des indischen Subkontinentes. Susanne Limbach hat ihn bereits vor einigen Jahren bei einem ihrer mittlerweile zahlreichen Indienbesuche kennengelernt und sich für seine Arbeit vor Ort begeistert.

Daraus entstand der Wunsch, dauerhaft zu helfen. Mit leuchtenden Augen zeigt der Pater Fotos der Menschen, deren Leben dank der Spenden über den Förderverein Indienhilfe besser und leichter geworden ist. Partnerorganisationen der Indienhilfe sind die Diözese Marthandam, der Sozialdienst (MIDS) und der Gesundheitsdienst der Diözese Health for one Million (HOM), dessen Direktor der Pater ist. Das Bistum unterhält über seine Gliederungen vier Waisenhäuser, zwei Altenheime, ein Sterbehospiz, ein Heim für behinderte Menschen, spezielle Einrichtungen für Frauen, zwei Krankenhäuser und eine große Zahl an Bildungseinrichtungen, vom Kindergarten bis zur Hochschule.

Pater Jean betonte vor den Mitgliedern des Vereins, wie wichtig die Unterstützung aus dem Saarland sei. Ein großes Problem in seiner Heimat (Indien hat mehr als 1,3 Milliarden Einwohner) seien nach wie vor die immensen sozialen Unterschiede und das trotz seiner Abschaffung im Jahre 1950 immer noch das Leben der Menschen bestimmende Kastensystem.

Die Vereinsmittel, die ohne nennenswerte Verwaltungskosten nach Indien transferiert werden, sagt Susanne Limbach, stammen ausnahmslos von Mitgliedern des Vereins, aus deren Aktionen und von Spendern und Sponsoren. Die Gelder würden in ganz unterschiedliche Projekte investiert, aber auch direkt an einzelne Familien und Menschen in akuter Not verteilt.

Alle Spendenadressaten in der von Saarlouis aus fast 8000 Kilometer entfernten Region werden von den Organisationen vor Ort und von Pater Jean und seinem Team ermittelt. So gelangen Mittel für Mikrokredite ebenso zu ihren Empfängern wie Nutztierspenden, Baumspenden, medizinische Hilfen, Brunnenbauprojekte, Hilfen in der Behindertenarbeit und Bildungsprojekte wie dem Aufbau neuer Schulen oder die Renovierung bestehender Einrichtungen. „Jeder Spender kann sicher sein, dass sein Geld genau dort hingelangt, wo er es haben möchte“, sagt der recht gut Deutsch sprechende Geistliche, der in Rom studiert und eine Zeitlang in einer bayrischen Pfarrei gewirkt hat.

Besonderes Augenmerk, sagt, Limbach, wird auf die Nachhaltigkeit der Hilfen gerichtet und auch auf Initiativen, die sich speziell an Frauen und Mädchen richten. Denn Frauen sind in der indischen Gesellschaft weiter stark benachteiligt. Der Förderverein freut sich über den Besuch: Es gibt noch mehrere Gelegenheiten in der Region den sympathischen und sehr offenen Pater Jean Jose und seine Arbeit in Südindien kennenzulernen.

 

 

SZ vom 13. September 2017  https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarlouis/saarwellingen/helfende-haende-fuer-das-ferne-indien_aid-4826377

Indienhilfe : Helfende Hände für das ferne Indien

Saarwellinger Verein setzt sich für den Subkontinent in Asien ein. Eine Ziege für 70 Euro hilft einer Familie in Kerala schon weiter.

Als Susanne Limbach aus Saarwellingen und ihre Freundin Silvie Hunsinger aus Merzig das erste Mal zusammen in Indien waren, genossen sie zwar die Schönheit und den Zauber des Subkontinents, konnten aber nie die Augen verschließen vor der teilweise dramatischen Armut vieler Menschen. Das war 2006. Weitere Reisen, vor allem in den Süden Indiens, nach Kerala und Tamil Nadu, folgten. Und aus touristischem Interesse wurde der feste Wille zu helfen. In Indien kann der Besitz einer Ziege oder einer kleinen Hühnerschar die ärgste Not ganzer Familien lindern. Mit 70 Euro lässt sich eine Ziege erwerben, zehn Hühner kosten 30 Euro. Eine tragende Kuh ist für etwa 400 Euro zu haben. Das Monatseinkommen einer Familie liegt aber oft unter 50 Euro.

An ihrem 50. Geburtstag verzichtete Susanne Limbach auf Geschenke ihrer Freunde, stattdessen füllten ihre Festgäste die Spendenbox. Dem Bischof des Bistums Marthandam, Vincent Mar Paulos, der bereits seit vielen Jahren gute Kontakte ins Saarland unterhält, übergab sie das Geld persönlich, und er sorgte dafür, dass arme Familien Ziegenbesitzer wurden und ein Sterbehaus unterstützt werden konnte. Damit war für die Freundinnen, die für ihre Idee der Indienhilfe schon kräftig Werbung in ihrem Bekanntenkreis gemacht hatten, klar, dass sie für dauerhafte Unterstützung der Menschen in Not sorgen wollten. Die Idee, einen Förderverein zu gründen, war geboren.
Wobei nicht einfach Spendengelder an eher anonyme große Organisationen fließen, sondern die Projekte ganz konkret und die Hilfe Einzelfallbezogen sein sollte. Über den Bischof entstand der Kontakt zu Father Jean Jose, dem Direktor von HOM (Health for One Million), der sich auch gleich bereit erklärte, Gründungsmitglied des Vereins zu werden. Jetzt kamen 13 Menschen mit Energie und vielen Ideen zur Gründungssitzung in Saarlouis auf dem Saarschiff „Queen Wilma“ zusammen. Schließlich gehört auch Eigner Theo Dohr zum Gründungsteam.

Der eingetragene Verein hat sich viel vorgenommen: Ausbildungshilfen und Schulpatenschaften, medizinische Versorgung, Unterstützung für benachteiligte und behinderte Menschen, Aufbau von Infrastruktur durch Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Vorsitzende des jungen Vereins sind Susanne Limbach und Silvie Hunsinger, die wenigstens einmal im Jahr nach Indien reisen, und sich davon überzeugen, dass jede Spende sinnvoll verwendet wird. „Durch den Rollstuhl, den ich aus Deutschland mitgebracht habe, konnte eine junge, an Kinderlähmung erkrankte Frau wieder als Schneiderin arbeiten und eigenes Geld verdienen“, beschreibt Susanne Limbach ein Erfolgserlebnis. „Das Glück in Gracys Augen zu sehen, bewegt mich noch immer.“ Unterstützt von der Indienhilfe Saar wird beispielsweise auch der so gut wie mittellose Mansukh, der trotz seiner eigenen prekären Situation seinem sterbenden Freund den Wunsch erfüllte, sich um dessen Frau und fünf Kinder zu kümmern. Dank der Indienhilfe Saar können drei Kinder weiter zur Schule gehen und zwei junge Mädchen den Beruf der Näherin erlernen. Apropos Schule: mit 20 Euro monatlich kann ein Kind in Indien eine weiterführende Schule besuchen und so den Grundstein für eine gute Ausbildung legen. Vor allem Mädchen sind auf solche Hilfen angewiesen, da in vielen armen Familien immer noch die Jungs die wenigen Chancen bekommen.

Konto des Fördervereins Indienhilfe Saar: IBAN: DE07 5909 2000 154030 0000 bei Vereinigte Volksbank. Im Stichwort können die Spender ihren Verwendungswunsch (beispielsweise eine Ziege als Spende) angeben.

 

Saarbrücker Zeitung vom 24. Januar 2016  https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarlouis/saarlouis/wortmaechtiger-menschenfaenger_aid-1656639

Wortmächtiger „Menschenfänger“

Von Solveig Lenz-Engel

Jean Jose ist wohl das, was man einen "Menschenfänger" nennt. Immer strahlend, immer bemüht, auf das Gegenüber einzugehen. Mühelos bewältigt er den Spagat zwischen den Orten tiefster Armut in seiner indischen Heimat und der hiesigen Wohlstands-Gesellschaft. Weil er in Rom studiert hat, Freunde auch in Deutschland hat, und einer ist, dem der Spracherwerb offenkundig leicht fällt, wechselt er mühelos zwischen Englisch, Deutsch, Italienisch und Tamil. Dank seiner offenen Art und der Fähigkeit, die Dinge beim Namen zu nennen, ist er der ideale Botschafter im Interesse benachteiligter Menschen in Indien.

Seit Ende Dezember ist er im Saarland dank der Vermittlung der Saarstahl-Sozialarbeiterin Susanne Limbach, die den jungen Pfarrer bei ihren Indien-Aufenthalten und einer Visite bei Bischof Vincent Mar Paulos, dem "Chef" von Jean Jose, kennenlernte. Die Saarwellingerin Susanne Limbach, die im Kreis Neunkirchen aufgewachsen ist, stellte für Jean Jose ein vielseitiges Programm zusammen. Denn der ist voller Wissensdurst, hat aber immer seine Schützlinge daheim im Blick, für die er auch Spenden (siehe Info) generieren möchte. "Bei uns kann man für 20 000 Euro eine ganze Kirche bauen", staunt der 31-Jährige beim Besuch in der Illinger Bergkapelle, für deren höchst gelungene Renovierung mehrere Hunderttausend Euro ausgegeben werden müssen.
"Korruption und Alkohol-Missbrauch bei vielen Männern", diese klare Ansage hat der Gast auf die Frage parat, warum in Indien immer noch rund drei Viertel der Bevölkerung als "arm" bezeichnet werden müssen. Und diese Armut ist eben auch verantwortlich für die schlechte Bildungssituation vieler Inder, vor allem von Mädchen und Frauen. Ein Teufelskreis, aus dem Jean Jose seine Landsleute - ganz gleich welcher Religion sie angehören - befreien möchte. Von den rund 1,2 Milliarden Indern sind nur circa 25 Millionen Christen (18 Millionen davon sind Katholiken).


Neben seiner Tätigkeit in der Seelsorge in Kanyakumari liegt Jean Jose daher die Vermittlung lebenspraktischer Fertigkeiten und die Wissens-Vermittlung am Herzen. In der St. Paul's Bildungsakademie werden Studenten auf den Dienst bei Ministerien und Regierung vorbereitet. Da wird der Pfarrer dann eben zum Sprachlehrer. Und drückt selber neben seiner fordernden Arbeit auch noch selbst die Schulbank. Mit einem abgeschlossenen BWL-Studium will er noch besser gerüstet sein, für die Herausforderungen, die auf ihn in Indien zukommen.
Doch jetzt genießt er bis Monatsende die Segnungen Europas. "Allerdings ist hier das Wetter ziemlich nass-kalt", sagt Jean Jose mit breitem Lächeln. Denn seine Philosophie, ist, das, was sich nicht ändern lässt, einfach freudig anzunehmen. Kein schlechter Rat!

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